Pressefreiheit für Baku

Für ein anderes Aserbaidschan

Der Chefredakteur der Zeitschrift Monitor, Elmar Huseynov, wurde 2005 ermordet.

Reporter ohne Grenzen führt Aserbaidschan in der Opens external link in new windowRangliste der Pressefreiheit aktuell auf Platz 162. Kritischer und unabhängiger Journalismus wird vom Regime des Präsidenten Ilham Alijew, der sei 2003 regiert, vehement bekämpft. Trotz der schwierigen Situation für unabhängige Medien und Journalisten gibt es zahlreiche Stimmen im „Land des Feuers“, die unerschrocken für ihr Recht auf Presse- und Meinungsfreiheit kämpfen und soziale, wirtschaftliche oder politische Missstände sichtbar machen: Journalisten, Blogger und Medienmacher. Wir haben eine Auswahl dieser mutigen und wichtigen Stimmen zusammengestellt.

Es sind Menschen, die an eine häufig vergessene demokratische Tradition des südkaukasischen Landes anknüpfen. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts, zwischen 1903 und 1914, galt die aserbaidschanische Hauptstadt Baku als Zentrum des aufgeklärten muslimischen Journalismus. Die Satirezeitschrift „Molla Nasreddin“ beispielsweise war eine revolutionäre Publikation, die sich sich über Politik, Religion oder Kolonialismus lustig machte. Aserbaidschaner, die vom Erdölboom seit der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts profitierten, investierten ihr Geld in eine Kultur der Aufklärung und Freiheit. Dies mag lange zurück liegen. Dennoch gibt es Aserbaidschaner, die diese Tradition nicht vergessen haben.

Wenn Sie mit den hier vorgestellten Kolleginnen und Kollegen ein Interview führen möchten, Opens external link in new windowkontaktieren Sie uns bitte.